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Flügel, 2012

 

Ein gefundener Sperlingsflügel wird zur winzigen Tier-Maschine. Der amputierte Flügel ist an der Ausstellungswand fixiert und führt ständig eine zaghafte wie folgenlose Flugbewegung aus. Ein leises Motorengeräusch ist zu vernehmen, aber die für den vergeblichen Flügelschlag verantwortliche Mechanik befindet sich hinter der Wand. Sie ist für den Betrachter der Installation somit unsichtbar. Das Flug(un)vermögen bleibt ganz bewusst ein Rätsel und das Bemühen des Menschen, die Natur nachzuahmen liest sich in Simone Kesslers Arbeit als durchaus bedrückender Fehlversuch.

 

(Text: Asja Schubert)